Veröffentlicht am 03.12.11 Geschrieben von Patrick Ulm
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Nein, ich kann nicht machen was du von mir willst

 

Du willst alles überstürzen,

willst alles, immer, sofort und ganz und unbedingt

behütet, ohne Weisheit bist du unschuldig naiv

du verstehst nicht, wenn ich sage nein.

Aber ich muss, ich muss, ich kann nicht machen was du von mir willst.

Ich muss dich halten, wenn du fällst

muss dich tragen wenn du schläfst

muss dich wärmen, wenn du frierst

Muss nein sagen, um dich zu behüten

 

Du hängst dich an die Dinge, die schön erscheinen

dein Auge erfreut sich an so vielen

Menschen, Dinge, Vögel fliegen, Meeresrauschen, Blätterrascheln

So wechselhaft und kurz sind alle deine Freuden

Du erträgst der Welt Vergänglichkeit nicht gut

Aber ich bin da, um dich zu halten, zu tragen, wärmen

wenn du fällst und schläfst und frierst.

 

Fatal scheinen mir deine Wünsche, ja dein Sehnen nach allen diesen Dingen

Ich habe Angst, weißt du, ich habe Angst

Ich will nicht, dass du dir weh tust

Ich kann nicht sehen, wie du fällst

Wie du einsam schläfst und schrecklich frierst.

Doch ich versteh dich.

 

Ich kenne dies Verlangen, kenne diese Freuden

kenne ihre Süße, ihre Schönheit, Heiligkeit

Die Unendliche Weite ihrer Größe,

aber ich kann dich nicht fliegen lassen.

Mein kleiner Ikarus, dein Mut ist groß, aber deine Flügel aus wachs

 

Kann nicht aufhören wachsam zu sein.

Du musst es doch ein mal, ein mal nur verstehen.

Nein versteh doch, ich kann nicht „Ja“ sagen

Mein schlagendes Herz, ich kann nicht machen, was du von mir willst.