Nein, ich kann nicht machen was du von mir willst
Du willst alles überstürzen,
willst alles, immer, sofort und ganz und unbedingt
behütet, ohne Weisheit bist du unschuldig naiv
du verstehst nicht, wenn ich sage nein.
Aber ich muss, ich muss, ich kann nicht machen was du von mir willst.
Ich muss dich halten, wenn du fällst
muss dich tragen wenn du schläfst
muss dich wärmen, wenn du frierst
Muss nein sagen, um dich zu behüten
Du hängst dich an die Dinge, die schön erscheinen
dein Auge erfreut sich an so vielen
Menschen, Dinge, Vögel fliegen, Meeresrauschen, Blätterrascheln
So wechselhaft und kurz sind alle deine Freuden
Du erträgst der Welt Vergänglichkeit nicht gut
Aber ich bin da, um dich zu halten, zu tragen, wärmen
wenn du fällst und schläfst und frierst.
Fatal scheinen mir deine Wünsche, ja dein Sehnen nach allen diesen Dingen
Ich habe Angst, weißt du, ich habe Angst
Ich will nicht, dass du dir weh tust
Ich kann nicht sehen, wie du fällst
Wie du einsam schläfst und schrecklich frierst.
Doch ich versteh dich.
Ich kenne dies Verlangen, kenne diese Freuden
kenne ihre Süße, ihre Schönheit, Heiligkeit
Die Unendliche Weite ihrer Größe,
aber ich kann dich nicht fliegen lassen.
Mein kleiner Ikarus, dein Mut ist groß, aber deine Flügel aus wachs
Kann nicht aufhören wachsam zu sein.
Du musst es doch ein mal, ein mal nur verstehen.
Nein versteh doch, ich kann nicht „Ja“ sagen
Mein schlagendes Herz, ich kann nicht machen, was du von mir willst.

